Mai 2022: Der Absturz der Märkte

7. Juni 2022 | Märkte | Update: 10/07/2023

Long Story Short

Nachdem der Bitcoin sein Allzeithoch von 69.000 USD am 10.11.2021 erreicht hatte, erlebte der Kryptomarkt einen steilen Abstieg. Was aber waren die Auslöser dieser Korrektur und welche Aussichten bestehen für die kommenden Wochen und Monate?

Kurz, nachdem der Bitcoin und die meisten anderen Kryptowährungen sich auf ihrem Höhenflug befanden, kamen Gerüchte auf, dass der chinesische Immobilienentwickler Evergrande zahlungsunfähig sei. Diese Nachricht führte auf allen Märkten zu einem hohen Volumen.

Die Teilnehmer bewegten extrem viel Geld in kurzer Zeit, sodass durch starke Käufe und Verkäufe die Assets umverteilt wurden. Dabei sprechen wir von Billionen Dollar auf dem Gesamtmarkt und Multi-Milliarden auf dem Kryptomarkt); es kam zu einem ersten Absacken.

Keine guten Vorzeichen für Kryptomarkt 2021

Generell zeigte sich der Kryptomarkt sehr überhitzt und euphorisch. Die Statistiken zeigten, dass es zu sehr vielen gehebelten Long Positions kam. Hier kamen die so genannten Wale ins Spiel, marktbeeinflussende Personen mit großen Bitcoin-Portfolios von mehr als 1.000 Bitcoins sowie institutionelle Anleger, die die Situation ausnutzten, um diese gehebelten Positionen zu liquidieren. Der US-Dollar zeigte zudem Stärke, was sich generell auf Bitcoin und den Kryptomarkt negativ auswirkt. Ein stark steigender Dollarkurs führt in der Regel zu einer Korrektur im Krypto-Sektor.

Die Folgen: verunsicherte Märkte

Die große Anzahl an Liquidationen - also zwangsweisen Schließungen der Positionen durch die Börse - und der damit verbundene Kursrücksetzer sorgte für Panik am Markt, was einen weiteren Absturz zur Folge hatte. Die Nachrichten, das die EU und andere Länder den Kryptomarkt gesetzlich regulieren wollten, verunsicherte die Anleger weiter. Zu diesem Zeitpunkt sorgte auch die Corona-Variante Omikron für negative Schlagzeilen, so dass das Risikoasset Krypto von großen Anlegern abgestoßen wurde, die sichere Häfen wie z.B. Gold ansteuerten.

2022: Die FED machte den Anfang

Auch die Jahreswende brachte keine Erleichterungen für den Markt; im Gegenteil kündigte der Chef der FED, Jerome Powell, eine Leitzinserhöhungen an. Mit dieser Ankündigung gerieten die Märkte ins Straucheln und auch der Kryptomarkt musste weiterhin starke Verluste wahrnehmen.

Alle Märkte haben verloren

Aber nicht nur Bitcoin und Co hatten verloren, auch der amerikanische Tech-Index S&P 500 büßte im Jahr 2022 bereits ca. einundzwanzig Prozent seines Wertes ein, beim Dow Jones und dem DAX summierten sich die Verluste auf siebzehn Prozent. Die allgemein schwache Wirtschaft, die steigenden Zinsen, der Ukraine-Krieg und der starke US-Dollar haben den Kryptomarkt zusätzlich stark destabilisiert.

Ein Angriff brachte den letzten Stein ins Rollen

Genau in diese Marktphase fiel ein Angriff auf das Terra-Netzwerk. Ähnlich wie Etherium basiert dieses Blockchain-Netzwerk auf Smart Contracts. Das Ziel des Projekts bestand darin, algorithmische Stablecoins zu erschaffen, die an FIAT Währungen gebunden sind. Ihr UST Stablecoin hat am 09. Mai 2022 seine Bindung an den US-Dollar verloren und fiel auf etwa 0,95 USD.

Der Kurs konnte vorerst wieder stabilisiert werden, verlor allerdings bis zum 11. Mai 2022 insgesamt achtzig Prozent an Wert. Auch die Währung LUNA verlor insgesamt 99,99 Prozent und konnte nicht mehr gerettet werden. Dadurch ist das Projekt des algorithmischen Stablecoins gescheitet. Dass eine Top-Ten-Kryptowährung innerhalb von wenigen Tagen ausgelöscht wurde, sorgte natürlich für weitere Panik in einem bereits sehr instabilen Markt.

Der Kurs von Bitcoin fiel bis auf einen Kurswert von 26.700 USD. Gleichzeitig verloren weitere Altcoins zwischen 70 und 90 Prozent an Wert.

Ausblick: Nach Verlusten folgt die Erholung

Viele Experten haben einen Bitcoin Kurs von 100.000 USD vorhergesagt, allerdings kam der Bärenmarkt nun früher als erwartet. Die Aussichten waren nicht schlecht, aber die kritische politische und wirtschaftliche Lage haben diese Entwicklung verhindert.

Korrekturen von achtzig Prozent sind im Kryptomarkt völlig normal; nach den vielen Bullenmärkten der Vergangenheit, erfolgten in der Geschichte des Bitcoins immer wieder solch starke Korrekturen. Auch jetzt wird eine Erholung folgen, denn Blockchain ist die Zukunft und digitales Geld ebenfalls. Die Geschichte hat gezeigt, dass die Kurse sich zum Bitcoin Halving Event normalisieren und darauf starke Kursanstiege folgen.

Auch dieses Mal erwarte ich eine nachhaltige Erholung des Marktes. Die Nachfrage an Bitcoin und anderen Kryptowaehrungen steigt zunehmend, das Angebot wird jedoch immer knapper. Große Firmen, Banken, namenhafte Personen, Millionäre und Milliardäre investieren in Kryptos. Im Silicon Valley werden monatlich 50 Krypto- und Blockchain Startups gegründet. Dazu kommen viele zukunftsorientierte Projekte und auch Regierungen arbeiten an digitalen Währungen.

Die aktuelle Korrektur ist die größte Chance in diesen Markt einzusteigen und langfristig davon zu profitieren.

Risikobelehrung

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