30 Millionen Dollar wiedergeholt

12. September 2022
Im März 2020 wurde die Metaverse-Plattform Axie Infinity Opfer eines Hacks. Mutmaßlich nordkoreanische Hacker der Gruppe „Lazarus“ griffen die Plattform an und erbeuteten Kryptos im Gegenwert von über 600.000 Millionen Dollar, mehrheitlich Ether und USD Coin.

Nun konnten verschiedene US-Behörden und das Analyse-Unternehmen Chainalysis einen ersten Erfolg melden: Coins im Gegenwert von 30 Millionen Dollar wurden aufgespürt und beschlagnahmt.

Die Fahnder setzen Rückverfolgungstechniken ein, um den Weg der Assets von der Ronin Bridge, einer Seitenkette der Ethereum-Blockchain bis hin zu Tornado Cash zu verfolgen. Tornado Cash ist ein dezentraler Dienst, der besonders starke Maßnahmen zum Schutz der Anonymität der Nutzer ergreift. Über die Plattform können unter anderem Kryptowährungen in Fiat - Geld umgetauscht werden. Die starke Anonymität hatte wohl Lazarus angezogen, um eben die gestohlenen Assets in konventionelle Währungen einzutauschen.

Nun zieht die Angelegenheit weitere Kreise: Das US-Finanzministerium untersagt US-Bürgern den Gebrauch der Dienste von Tornado Cash. Das Argument der Behörde lautet: Tornado Cash war eine Anlaufstelle für Cyberkriminelle, die ihre Erlöse aus Straftaten waschen wollten. Nach Angabe des Office of Foreign Assets Control (OFAC), einer Unterbehörde des Ministeriums wurden bisher sieben Milliarden Dollar über die Plattform gewaschen. Die Kryptobörse Coinbase erklärte am Donnerstag, den 08. September, sie gehe gegen das Verbot mit einer Klage vor.

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